Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gab es in den letzten Tagen doch immer wieder Tage, welche hungrig auf den Sommer machten. An einem dieser Tage erstrahlte der Himmel in glasklarem Blau und die Sonne wärmte da, wo kein Schatten war. Eine Fahrradtour erschien mir als die perfekte Gelegenheit, das Wetter zu genießen und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Mein Fahrrad war nach einer halben Stunde auch schon startbereit und die ländliche Route gewählt. Doch bereits nach den ersten Hundert Metern fiel mir spürbar auf, wie lange die letzte Fahrradtour her war. Das Pedalen wurde anstrengend, der Sattel hart und unbequem. Die ersten Hügel wurden mit größter Mühe und möglichst niedrigem Gang doch noch überwunden. Für mich stand jedoch fest: Ich sollte die Sache mit mehr Gemütlichkeit angehen.
Nach einer Tempodrosselung auf „gemächlicher Sonntagsradler“ hob sich auch schon die Stimmung, zudem stach die Landschaft vermehrt ins Auge. Ein wages Gefühl von Kindheitsträumen und Freiheit ließ sich nieder und begleitete mich den Rest der Strecke. Der Rückweg verging wie im Flug. Zu Hause spürte ich jeden Muskel und wusste genau, egal wie schön die Fahrradtour auch war, dass ich in den nächsten Tag das Rad brav im Keller lassen würde…
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